aktuelle Spiele

FCM-Fokus
Rücktritte aus dem Vorstand
Gleich vier verdiente Mitglieder haben auf die Generalversammlung 2012 ihren Rücktritt aus dem Vorstand des FC Münchwilen angekündigt. (bitte weiterlesen...)

Hallentraining 2011
Im angefügten PDF sind die Trainingszeiten des FCM aufgelistet.


Resultate


Aktuelle Resultate unter
www.football.ch erhältlich.

Agenda
24.02.2012: Mitgliederversammlung 2012
Freitag, 20:00, Aula Oberhofen

29.02.2012: Dropkick Vereinsabend
Mittwoch, 19.00 Uhr bis 21.30 Uhr, Dropkick Teamsport GmbH


Pokerfreunde – Vorbilder für Sport und Gesellschaft

Politisch ist die Schweiz eine Insel und so soll es auch bleiben. Obwohl sämtliche Nachbarländer Mitglied der EU sind, kommt für die meisten Schweizerinnen und Schweizer ein Beitritt überhaupt nicht in Frage. Das Schweizervolk scheint heute weiter denn je weg von der EU zu sein. Ein möglicher Grund dafür könnten die Integrationsprobleme einiger Ausländer in der Schweiz zu sein. Gewalt an Schulen und in der Öffentlichkeit, verübt von vorwiegend aus der Türkei und ex-Jugoslawischen Staaten stammenden Jugendlichen nutzen rechtskonservative Kreise immer wieder dafür, Ausländerhass zu schüren. Mit Erfolg!

Fast nie Streit
Keine solchen Probleme kennt man in der Schweizer Pokerszene. Man begegnet sich mit Stil und Respekt. An den Schweizer Turnieren setzen sich immer wieder Spieler aus aller Herren Länder an die grünen Filztische, und nur ganz selten erlebt man Streit unter den Zockern. Und wenn es einmal Unstimmigkeiten gibt, dann hat das nichts mit der Staatsangehörigkeit zu tun. Egal ob Türken, Albaner, Kroaten, Araber, Schweizer oder Asiaten, man versteht sich gut beim Pokern. Das Verhältnis darf als kollegial bezeichnet werden, und oft entstehen auch gute Freundschaften unter Spielern verschiedener Nationalitäten. Poker darf also ruhig als Vorzeigesport betitelt werden.



Ganz anders im Fussball
Insbesondere Fussballspieler und vor allem deren Fangruppen könnten sich an diesen Vorbildern orientieren. Was im Moment auf und neben Schweizer Fussballplätzen abgeht, muss zu denken geben. Im Amateurfussball gibt es vermehrt Tumulte. Tätlichkeiten häufen sich, nicht nur unter den Spielern, sondern auch gegen die Schiedsrichter. Spielabbrüche sind keine Seltenheit. Oft sind ausländische Mannschaften verwickelt. Was jedoch nicht heissen will, dass immer die Ausländer Schuld haben. In der Super League herrschen unter den Fans ähnliche Verhältnisse, und diese Fangruppen bestehen praktisch nur aus Schweizern. Es ist in Mode gekommen, sich zu beschimpfen, zu verspotten, und schliesslich auch zu prügeln. Grenzen gibt es kaum. Man trifft sich vor oder nach den Spielen und haut sich auf die Fresse. Mann gegen Mann, gruppenweise. Ohne Rücksicht auf Verluste. Verloren hat der, der sich nicht mehr bewegt – und auch dann wird weiter getreten. Diese Entwicklung macht Angst. Der Fussball und der Sport stehen nicht mehr im Vordergrund, die Spiele werden nur vorgeschoben, um die im Alltag gestauten Aggressionen los zu werden. Das Phänomen ist nicht nur ein Schweizerproblem, in Deutschland und Österreich geht es ähnlich zu und her, und in Italien ist die Hemmschwelle zur Gewalt noch tiefer.

Poker und Fussball
Zugegeben, der Poker Vergleich mit Fussball – hinkt ein bisschen. Beim Fussball sorgen schon nur die knallhart geführten Zweikämpfe für viel Agressivität, sowohl bei den Spielern wie auch auf den Zuschauerrängen. Und beim Pokern gibt es zwar auch Publikum, aber es tritt nicht in Scharen auf. Nebst diesen Unterschieden gibt es aber auch viele Gemeinsamkeiten. Man spielt, um zu gewinnen, es geht um Ehre, kein einziger Spieler verliert gerne, und vor allem – es geht auch um Geld. Wieso also dieses unterschiedliche Verhalten? Liegt es vielleicht am Intellekt? Poker gilt unter Fachmännern als Strategiespiel und der Glücksfaktor soll nicht überbewertet werden. Mathematik ist wichtig zum Berechnen der Chancen und Wahrscheinlichkeiten, Logisches Denken wird vorausgesetzt, und nicht zuletzt braucht es psychologisches Gespür, um beim Pokern erfolgreich zu sein. Poker ist also ein Denksport, Fussball ein (Zwei-)Kampfsport. Wie auch immer, es wäre zu wünschen, dass sowohl in der Öffentlichkeit wie auch im Fussballsport ein ähnliches Klima herrschen könnte wie am Pokertisch.
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